Kreditorisches Risiko

Das kreditorische Risiko benennt das Risiko eines Verlustes, wenn ein Kreditnehmer seine eingegangenen Verpflichtungen, zum Beispiel im Fall einer Insolvenz, nicht mehr erfüllen kann. Das kreditorische Risiko – oder kurz Kreditrisiko ist bei einer guten Bonität des Kreditnehmers minimal, denn über eine Bonitätsprüfung ermittelt man zuverlässig die Zahlungsfähigkeit von Kunden und kann sich so vor extremen Zahlungszielüberschreitungen oder drohenden Forderungsverlusten schützen und weiterhin den Verlust der Liquidität vermindern.

Rechnungen, die verspätet oder gar nicht beglichen werden, sind in den letzten Jahren zu einem wachsenden Problem von Unternehmen geworden, woran auch das "Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen" kaum etwas geändert hat, denn die Zahlungsmoral- und -fähigkeit vieler Personen, Unternehmen und öffentlicher Organisationen sind wegen leerer Kassen auf einem Tiefpunkt angekommen.

Eine Bonitätsprüfung minimiert das kreditorische Risiko, denn wer nicht über die notwendige Bonität verfügt, erhält keinen Kredit und ermöglicht es so, über das Internet schnell und bequem die Zahlungsfähigkeit möglicher Geschäftspartner zu entscheiden. Befindet sich der potenzielle Kunde oder Partner in einem Insolvenz-, Mahn- oder Konkursverfahren, bietet es sich an, mit diesem Unternehmen oder dieser Person keine Geschäfte zu führen und so das kreditorische Risiko so gering wie möglich zu halten. Maßnahmen, die sich zur Minimierung des kreditorischen Risikos anbieten, sind eine Prüfung der Bonität bereits im Vorfeld, die permanente Überwachung der Bonität sowie die Absicherung der Forderungen ebenfalls im Vorfeld durch Kreditversicherung, Bürgschaften, Akkreditive oder Ähnliches.